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13. Mai 2022 – Tag des Rauchmelders

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Freitag, der 13., ist Tag des Rauchmelders. Warum der Aktionstag so wichtig ist, erklärt Carsten Dubberke, Geschäftsführer von Buschenhofen + Partner.


Herr Dubberke, wie zweckmäßig ist es, jeweils am Freitag, den 13., deutschlandweit einen Rauchmeldertag auszurufen?

Carsten Dubberke: „Ich halte die Einrichtung des Aktionstages für Rauchmelder für sehr sinnvoll. Er erinnert die Menschen in regelmäßigen Abständen an den lebensrettenden Nutzen der kleinen Geräte und motiviert sie, etwas für ihre eigene Sicherheit zu tun. Denn Rauchmelder sind Lebensretter! Wie wichtig Rauchmelder sind, zeigt auch, dass die Aktion von Feuerwehren, Schornsteinfegern und Versicherungen unterstützt wird.“

Diesmal steht die „Gefahr durch Lithium-Ionen-Akkus und Verhalten im Brandfall“ im Vordergrund. Warum?

Carsten Dubberke: „Das Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung (IFS) meldet, dass durch Lithium-Ionen-Akkus verursachte Brände seit einigen Jahren immer häufiger auftreten. Grund seien technische Mängel, aber auch unsachgemäße Handhabung. Das Forum Brandrauchprävention e.V. will deshalb mit dem Rauchmeldertag 2022 auf das neue Alltagsrisiko aufmerksam machen, Verbraucher auf die Gefahren hinweisen und Empfehlungen zum Verhalten im Brandfall geben. Ich halte das für wichtig und richtig, denn wir alle nutzen Notebook, Smartphone, Tablets & Co. Darum sollte sich jeder auf der eigens eingerichteten Kampagnenseite zur Brandgefahr durch Lithium-Ionen-Akkus informieren.“

Generell: Worauf sollte man beim Kauf eines Rauchmelders achten?

Carsten Dubberke: „Ich rate dazu, ausschließlich VdS-anerkannte Rauchmelder nach der Norm DIN EN 14604 im Fachhandel zu kaufen. Zudem sollten die Produkte über eine CE-Kennzeichnung und ein GS-Prüfzeichen verfügen. Damit ist sichergestellt, dass der Rauchmelder den Anforderungen des Produktsicherheitsgesetzes (ProdSG) entspricht. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, greift zu Rauchmeldern für den Langzeiteinsatz mit dem Qualitätslabel „Q“. Diese Produkte werden auf ihre Langlebigkeit geprüft, weisen eine deutliche Reduktion von Falschalarmen auf, haben eine erhöhte Stabilität und eine fest eingebaute Batterie, die über eine Lebensdauer von mindestens zehn Jahren verfügt.“

Welche Räume sollten unbedingt mit einem Rauchmelder ausgestattet sein?

Carsten Dubberke: „Laut Gesetz müssen in Wohnungen und Wohnhäusern Schlafräume, Kinderzimmer und Flure, die als Fluchtweg dienen, über mindestens je einen Rauchmelder verfügen. Sofern die Bauaufsicht keine anderen Anforderungen an ihre brandschutztechnische Ausrüstung stellt, gilt das auch für Hotels, Pensionen und Freizeitunterkünfte.“

Was gibt es bei der Installation von Rauchmeldern zu berücksichtigen?

Carsten Dubberke: „Rauchmelder können nur Leben schützen, wenn sie richtig installiert sind. Heißt: Sie sollten in der Zimmermitte an der Decke angebracht werden, mindestens einen halben Meter von der Wand entfernt sein und nicht in der Nähe von Klimaanlagen oder Luftschächten hängen. Um sicher zu gehen, dass sie auch funktionieren, sollten sie zudem einmal jährlich bei einer Sicht- und Alarmprüfung auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüft werden. Bei Fehlverhalten muss die Batterie oder ggf. der Rauchmelder ausgetauscht werden.“

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